Erdmassenberechnungen

   

Es werden im Wesentlichen zwei probate Methoden für Erdmassenberechnungen unterschieden.

1. Erdmassenberechung aus Netznivellements

Die Höhenaufnahme erfolgt in einem Raster von  5*5m oder 10*10m jeweils vor Beginn und nach Fertigstellung der Baumaßnahme. Die Differenzen alter und neuer Höhen werden gemittelt und mit der Fläche des entsprechenden Netzquadrates multipliziert. Jedes Netzquadrat erhält somit ein spezifisches Auf- bzw. Abtragsvolumen. Die Summe aller Auf- und Abtragsvolumina ergibt die Erdmasse.

Vorteil: Leichte und für jedermann nachvollziehbare Rechenmethode.

Nachteil: Rasterpunkte können dem Gelände nicht angepasst werden. D.h. unstetige, abrupte Geländesprünge werden nur schwer oder überhaupt nicht erfasst. Das Ergebnis kann je nach Geländeform, sehr ungenau sein. Darüber hinaus ist ein Raster in der Praxis aufgrund von Hindernissen oftmals nur schwer einzuhalten. Der Aufwand eines Rasteraufmaßes ist groß. Die mangelhafte Darstellung der 3. Dimension geht zu Lasten der Transparenz und visuellen Nachvollziehbarkeit.

2. Erdmassenberechnung aus Querprofilen mittels digitalem Geländemodell (DGM)

Diese Methode zeichnet sich durch hohe Genauigkeit aufgrund gezielter und geländeangepasster Auswahl von Höhenpunkten aus (z.B. viele Stützpunkte in bewegten Geländebereichen und wenig in ebenen Bereichen). Durch Querprofile und Differenzkörper mit Auf- und Abtragsflächen wird die 3. Dimension des Geländes nachvollziehbar dargestellt. Der Aufwand, eine komplexe Geländestruktur zu erfassen, ist bei gleicher Genauigkeit geringer als bei der Erdmassenberechung aus Netznivellements.

 
 
 

Erdmassenberechnungen aus Querprofilen mittels DGM

   

Triangulation
Triangulation  Baustellenlogistik Lehrter Bhf. 2003

 

 

Die geländeangepasst ausgewählten Höhenpunkte werden in Form von dreidimensionalen Punktkoordinaten in den Rechner eingelesen und miteinander vermascht (trianguliert). Es entsteht ein dreidimensionaler Netzkörper bzw. ein digitales Geländemodell (DGM).

 
   

Differenzkörper
Differenzkörper  Baustellenlogistik Lehrter Bhf.
2003

 

 

Die Triangulationen von Ur- und Bestandsnivellement  werden miteinander verschnitten, d.h. lagegenau übereinander gelegt, so dass sich ein Differenzkörper aus Abtrags- (gelb) und Auftragsflächen (rot) ergibt. 

 
   

Schnitt
Querprofil  Baustellenlogistik Lehrter Bhf. 2003

 

Als Berechnungsnachweis werden Profilschnitte durch den Differenzkörper gelegt. Jedes Profil beinhaltet  Auftrags- bzw. Abtragsflächen, die mit denen des Nachbarprofils gemittelt und mit dem Profilabstand multipliziert werden. Die sich ergebende Masse stellt das Volumen zwischen den jeweiligen Profilen dar. Die Flächenberechnung innerhalb der Profilschnitte erfolgt nach dem Berechnungsverfahren von Gauß-Elling.

Die Erdmasse ergibt sich aus den Auftrags- bzw.
Abtragsflächen der Profilschnitte nach der Formel:

V =( (Profilfläche A+ Profilfläche B) * Profilabstand)/2

(V = Erdmasse zwischen den Profilen)

   

Kosten: Angebote können nur objektbezogen erstellt werden

     
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